AWO Begegnungszentrum Kreuzberg -  Weitere Beispiele
Buffet ist eröffnet
aus Lyon...
aus Istanbul...
aus Lyon...
Das internationale Küchenteam. Fotos: AWO BZ

Kooperation für Strassenkinderprojekt

Zusammenarbeit mit Diyalog e.V.

 

Sie leben und arbeiten auf der Straße. Manche von ihnen sind nur tagsüber auf der Straße, wohnen aber bei ihren Familien. Andere haben keinen Kontakt mehr zu ihren Familien. Sie sind obdachlos. Sie leben immer auf der Straße, Tag und Nacht.

 

Nach Einschätzung von UNICEF werden weltweit mehrere hundert Millionen Kinder von den herkömmlichen Maßnahmen der Armutsbekämpfung nicht erreicht. Vor allem Straßenkinder werden von Regierungen, Behörden und Öffentlichkeit ignoriert und ausgegrenzt. Sie gehen häufig nicht zur Schule, haben keinen Zugang zu medizinischer Hilfe und kommen in keiner Statistik vor. Selbst schwere Verletzungen der Kinderrechte wie Sklavenarbeit, Prostitution oder willkürliche Gewalt durch Polizei und Behörden werden kaum verfolgt. Dagegen werden in vielen Ländern Heranwachsende schon bei geringen Vergehen in Gefängnisse gesteckt und wie erwachsene Straftäter behandelt.

 

Im November fand zum 11. Mal das jährliche Theaterfestival Diyalog in Kreuzberg statt. Für die Straßenkinder, die bei der Premiere des Theaterfestivals auftraten, haben Freiwillige vom Begegnungszentrum, darunter auch viele MigrantInnen, einen kleinen Beitrag geleistet. Die 40 Jugendlichen vom Theaterprojekt und ihre BetreuerInnen wurden an drei Tagen im Begegnungszentrum zum Mittagessen eingeladen.

 

Im Gegenzug luden die Jugendlichen die "Köchinnen und Köche" zu der Premiere ihres Stücks in das Hebbel Theater ein, was sie sehr beeindruckte. Das aus Collagen bestehende Theaterstück mit Beteiligung aus vier Ländern bringt das Leben der Straßenkinder auf die Bühne.

 

So können wir sagen, dass dieses Mal unsere Senioren nicht nur als
Zuschauerinnen dabei sind, sondern auch als aktive Unterstützer dieses wunderbaren Theater-Projekts, was eine Begegnung mit Jugendlichen aus Italien (Associazione Le Sirene / Theatro del Lido, Rom-Ostia), Frankreich (Hafinati Compagnie Lyon), Türkei (Umut Çocukları Derneği, Sehir Tiyatroları- İstanbul) und Deutschland (Hobo Berlin, Outreach Berlin) und SeniorInnen aus sehr unterschiedlichen Herkunftsländern möglich gemacht hat.

Auf den Spuren böhmischer Einwanderer in Rixdorf
Im Betsaal der Böhmischen Gemeinde
Vor dem Denkmal von Friedrich Wilhelm dem Ersten.
Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeinde. Fotos: Susanne Koch

Auf den Spuren der böhmischen Einwanderer – Führung durch's Böhmische Dorf in Neukölln

Schon im 18. Jahrhundert war das heutige Neukölln ein Ziel für Einwanderer.

 

Der preußische König Friedrich-Wilhelm I erteilte 1737 böhmischen Glaubensflüchtlingen die Erlaubnis, beim damaligen Dorf Rixdorf anzusiedeln.

 

Ihre Religion durften sie frei ausüben und ihre Kultur und Sprache pflegen.

 

Mehr als 250 Jahre später gingen 25 SeniorInnen aus dem AWO Begegnungszentrums auf Spurensuche

 

Unter der Leitung von Diplom-Politologin Ursula Bach besuchten wir im Oktober 2006 den Betsaal und den Friedhof der Herrnhuter Brüdergemeinde, besichtigten die ehemaligen Bauernhäuser entlang der heutigen Richardstraße und die Ausstellung im Heimatmuseum, der früheren Dorfschule.

 

Was uns zum Nachdenken anregte, war z.B. die strenge Gottesdienstordnung einer der evangelischen Glaubensgemeinschaften: Noch vor 50 Jahren saßen Männer und Frauen getrennt in den Betsälen, und sogar auf dem Friedhof wurden die Gräber nach Geschlecht getrennt angelegt.

 

Auch die "Integration durch Sprache" verlief langsam

 

Wie man an den alten Grabsteinen erkennen konnte, hielt sich die tschechische Sprache noch zwei Generationen lang. Noch heute wohnen Nachfahren der böhmischen Flüchtlinge in den Häusern ihrer Familie, was allerdings nur noch der tschechische Familiennamen verrät.

 

Wie sehr Neukölln von den böhmischen Einwanderern geprägt worden ist sieht man auch am Neuköllner Bezirkswappen: Der Hussitenkelch als religiöses Symbol steht für die Glaubensflüchtlinge aus dem heutigen Tschechien. 

Dieses Bild stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Foto: Conrad Nutschan.

Jedem seine Quitte!

Wir feiern das zweite, interkulturelle Quittenfestival im Begegnungszentrum. Feiern Sie mit uns

 

am 19.11.2006 von 14:00 bis 17:00 Uhr!

 

Seit jeher gelten die Quitten als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit. In der antiken Sagenwelt spielten Götter und Halbgötter mit der Goldfrucht Schicksal. Sie war u.a. die Frucht der Aphrodite und der Gaia. Paris überreichte sie als Preis an Aphrodite als die schönste aller Göttinnen, die ihm die schöne Helena versprach.

 

Die Quitte verdankt ihren Namen botanisch-wissenschaftlich wie auch in unserem Sprachgebrauch der griechischen Stadt Kydonia, heute Chania, im Nordwesten der Insel Kreta.

 

Der griechische Arzt Hippokrates empfahl Quittenzubereitungen gegen Durchfall und Fieber. Der römische Arzt Galen setzte Quittensaft zur Stärkung des Magens ein. Überliefert ist von ihm ein Siruprezept bestehend aus Quitten, Honig, Ingwer, Pfeffer und Essig, das nach seiner Empfehlung zwei bis drei Stunden vor dem Essen einzunehmen war.

 

[Quelle: Diese Angaben basieren auf dem Artikel  Quitten aus der freien Enzyklopädie  Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.]

 

Am 06.11.2006, ab 10:00 Uhr bereiten wir gemeinsam im Begegnungszentrum Quittenmarmeladen, Gelees und vieles mehr.

 

Und am 19.11.2006 ab 14:00 Uhr feiern wir gemeinsam im Begegnungszentrum. Es gibt neben vielen Quittenprodukten auch Musik, Kaffe und Kuchen!

 

Weitere Informationen: Frau Filiz Müller-Lenhartz (Tel.: 695 35 613).


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